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Reiselsberger Sandstein

Lawinen, nicht aus Schnee sondern aus Schlamm

Beschreibung

Der Hauptsandstein der Flyschzone (Erklärung siehe vorherige Seite) enthält viele unterschiedliche Komponenten. Er ist meist reich an Glimmer und Gesteinsbruchstücken.
Er kann fein- bis grobsandig, teilweise auch brekziös (Erklärung siehe "Brekzie") sein.
Das Bindemittel ist kalkig.

Alter und Entstehung

Alter: Untere Oberkreide, ca. 95 - 90 Millionen Jahre
Die Gesteine der Flyschzone sind aus Ablagerungen von untermeerischen, wolkenartigen Trübeströmen (suspensionsartige Gemische aus Wasser und Sedimentpartikeln) entstanden. In einen langgestreckten, im Wesentlichen West-Ost ausgerichteten Tiefseegraben, glitten in Abständen von wohl einigen zehntausend Jahren Sedimentlawinen ein, die sich von höheren Bereichen des Kontinentalhanges lösten. Die entstehenden Trübeströme setzten sich in einer typischen Abfolge ab. Zuunterst die schwereren Partikel der Grobsandsteine, nach oben hin aufgrund der geringeren Absetzgeschwindigkeit der Teilchen immer feiner werdend. In den langen Ruhepausen kam es zum langsamen Absatz von, den Sandsteinbänken zwischengelagerten, Tonschichten.
Charakteristisch für die Flyschzone ist die rhytmische Wiederholung ähnlicher Sedimentationsabfolgen.
Die Erstreckung einzelner Sandsteinbänke lässt sich bis zu über 100 Kilometer verfolgen.

Vorkommen

Die markanteren Erhebungen der Flyschzone sind öfters dem Reisesberger Sandstein zu verdanken.
Bekannte Berge der Flyschzone sind: Riedberg, Edelsberg, Trauchberg, Hörnle, Zwiesel, Blomberg, Teisenberg.
Reiselsberger Sandstein ist nach einem Vorkommen in den Ammergauer Alpen benannt. (Geotop "Typlokalität Reiselsberger Sandstein", siehe www.lfu.bayern.de/geologie/geotope_daten/geotoprecherche/index.htm)


Reiselsberger Sandstein

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