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Rauhwacke ("Zellenkalk")

Durch die löcherige Struktur leicht erkennbar.

Beschreibung

Das Grundgerüst des brekziösen, innerlich "zerbrochen" erscheinenden, Steines besteht aus Kalk oder Dolomit.
Anders aber als in einer gewöhnlichen Brekzie (ein Gestein, das eckige Gesteinstrümmer enthält), sind statt eckiger Gesteinstrümmer allerdings nur noch Hohlräume enthalten.
Die Struktur entsteht durch Auflösung von leichter löslichem Material, d.h. durch unterschiedliche Verwitterungsbeständigkeit der einzelnen Komponenten.
Bei den ausgelaugten Anteilen wird es sich vorwiegend um Gips (CaSO4 x 2H2O) gehandelt haben.

Alter und Entstehung

Alter: Das Gestein gehört entweder zum mittleren Anteil der Oberen Trias (ca. 221-218 Millionen Jahre) und somit den sog. Raibler Schichten an oder dem mitteltriassischen Alpinen Muschelkalk (Reichenhaller Schichten).

Entstanden ist das Gestein im lagunären Bereich und vom Meer abgeschlossenen Wasserbecken mit Inseln, die über den Meeresspiegel herausgeragt sind. Bei sehr starker Verdunstung konnte es zur Ausfällung von Gips aus dem Meerwasser kommen.

Vorkommen

Die Rauhwacke der Raibler Schichten geht stellenweise mit Gipsvorkommen einher. Die Gipse wurden in früherer Zeit an vielen Stellen für Düngezwecke abgebaut, z.B: Oberau im Loisachtal.
Auch manche Schwefelquelle in den Nördlichen Kalkalpen hat ihren Ursprung in den Sulfaten der Raibler Schichten.

Abbildung: Rauhwacke mit typisch zellig, löcherigem Erscheinungsbild


Raibler Rauhwacke

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