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Onkolith

Algenbällchen charakterisieren das Gestein.

Beschreibung

Die Bezeichnung Onkolith kommt vom griechischen onkos: Geschwulst oder Haufe. Es kann fast vollständig aus runden, kugelförmig bis unregelmässig geformten Strukturen (Onkoide oder Sphaerocodien) mit konzentrischer Lamellenstruktur bestehen. Diese Knöllchen haben immer einen Kern, z.B ein kleines Schalenbruchstückchen.

Alter und Entstehung

Alter: Meist obere Trias der Kalkalpen. Vorwiegend in den Raibler Schichten vorkommend als Sphärocodienbänke (ca. 220 Mio. Jahre) aber auch in den Kössener Schichten (ca.205-200 Mio. Jahre) anzutreffen. In der Faltenmolasse können ähnliche Strukturen auftreten (ca. 10 Mio. Jahre).
Diese Gesteine entstehen im bewegten Flachwasser. Eine wesentliche Rolle bei der Bildung dieser Strukturen spielen Algen (Cyanophyten, Blaugrünalgen) welche kleine Schalenbruchstücke oder Körnchen etc., Feinlage für Feinlage unter Einfangen von Sedimentpartikeln, immer weiter umkrusten. Die teilweise auftretenden asymmetrische Formen entstanden aufgrund von periodischen Wachstumsschwankungen.

Vorkommen

Der Sphaerocodienkalk, benannt nach der Alge Sphaerocodium, ist ein Glied der verbreiteten Schichtserie der Raibler Schichten.
Das Geröll ist in allen oberbayerischen Flüssen, wenn auch nicht häufig, so doch auch nicht ganz selten, zu finden.


Onkolith

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