Der Inn im Oberengadin (bei Cinuos-Chel)
Beiderseits des Inn sind hier Moränen aufgeschlossen. Es ist verfestigtes Ablagerungsmaterial des ehemaligen Gletschers. Enthalten sind in vorwiegend tonigem bis schluffig-sandigem Gesteinszerreibsel auch mehr oder weniger zugerundete Gesteinsbrocken verschiedenster Gesteinsarten in allen Größen bis hin zu tonnenschweren Blöcken.
Charakteristisch sind die grünlichen Granite aus dieser Region. Solche charakteristischen Gesteine eines bestimmten Herkunftsgebietes werden als "Leitgeschiebe" bezeichnet.
Hier sind aber schon fast alle kristallinen Gesteinsarten anzutreffen, welche auch im Alpenvorland wiederum zu finden sind. Erklärt ist dies dadurch, dass die im Engadin anzutreffende tektonische Err-Bernina-Decke vom Gesteinsinhalt ähnlich der Silvretta Decke und den Ötztaler Alpen ist, sie gehören alle dem Ostalpinen Grundgebirge an.

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flussbett des inn
Das Flußbett des Inn im Oberengadin links hinten Moränenaufschluss.


blockwerk
Die Moräne enthält alle Korngrössen bis hin zu grobem Blockwerk, das sie in den Fluss entlässt.
Neben grauen Karbonatgesteinen aus den Engadiner Dolomiten ist ein weites Spektrum an metamorphen Gesteinen
(Gneise, Eklogite), meta-basaltischen und granitischen Gesteinen
sowie an roten Grobsandsteinen (Arkosen) vorhanden.


moraene detail
Moräne, Aufschluss aus der Nähe. Unterer Bildteil: Kalksinterbildung durch austretendes Grundwasser.


Lunghin See
Lunghin See bei Maloja. Ursprung des Inn (2490m).
Anzutreffen sind vorwiegend Gneise, Phyllite aber auch Ophiolithe.
Einige davon haben es auf ihrer Reise mit dem Inngletscher sicherlich bis ins Alpenvorland geschafft.