Zur Hauptseite: www.Isar-Kiesel.de/sedimentgesteine.html

Rote bzw. "Bunte" Jurakalke

Rote Gesteinsfarben sind hier charakteristisch.

Beschreibung

Es sind meist farbkräftige, rote bis rötliche sowie gelbliche bis grünliche (also "bunte") Kalke.
Sie können knollig, flasrig oder marmoriert, teilweise stark klüftig, von weissen Kalzitadern durchzogen, sein.
Manchmal sind sie fossilreich. In einem Gestein dieser Einheit, dem Hierlatzkalk, sind Seelilienstielglieder stark angereichert.

Alter und Entstehung

Alter: Unterer Jura (Lias), ca. 195 bis 175 Millionen Jahre.
Im Jura kam es aufgrund von Bewegungsvorgängen in der Erdkruste zu einer kleinräumigen Aufteilung des Meeresbeckens in Schwellen- und Beckenbereiche.
Die bunten Jurakalke sind vorwiegend flachmeerische Bildungen der Schwellenbereiche mit geringermächtiger Wasserbedeckung.
Die satte Rotfärbung könnte hierbei auch auf festländische Einschwemmungen zurückzuführen sein.
Manchmal sind auch weiße, runde Seelilienstielglieder angereichert.
Seelilien (Crinoiden) sind meeresbewohnende, meist festsitzende Tiere. Sie waren u.a. im Jura überaus zahlreich. Ihre Skelettelemente bestehen aus Kalkspat. Nach dem Tod der Tiere wurden sie an manchen Stellen zusammengeschwemmt und konnten Crinoidenkalk, den Hierlatzkalk ausbilden. (Der Hirlatz ist ein Berg bei Hallstatt)

Vorkommen

Die charakteristischen roten jurazeitlichen Gesteine sind auf der Kiesbank, aber auch in den Bergen, nicht zu übersehen.
Vorkommen dieser oft architektonisch genutzten "Marmore" sind an einigen Stellen verteilt im Kalkalpenraum anzutreffen. Beispiele sind: Aggenstein (bei Pfronten), Graswangtal (Ammergauer Alpen), Marmorgraben (bei Mittenwald) usw...

Hinweise

Zu dieser "Rotkalkgruppe" gehört auch der Adneter Kalk, der auf einer eigenen Seite beschrieben wird.


Bunter Jurakalk

zurück