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Hornsteinkalk

Wer meint, darin versteinerte Hörner zu finden, der irrt.

Beschreibung

Dunkle Hornsteinlagen, meist schwarz, öfters auch von roter Farbe, sind in Kalkstein eingelagert. Die Konkretionen (Anreicherungen) können dabei knollenförmig, gebändert oder linsig ausgebildet sein.
Die Hornsteinlagen zeigen dabei aufgrund ihrer hohen Härte und Sprödigkeit meist muschelige Bruchflächen, die einen matten, glasartigen Glanz bedingen.
Der Name Hornstein erklärt sich daraus, dass Farbe und Glanz des angebrochenen Materials stark an Hörner von Rindern erinnert.

Alter und Entstehung

Alter: Meist mittel- und oberjurazeitlich (ca. 180 bis 145 Millionen Jahre) aber auch mitteltriassisch (ca. 240 Millionen Jahre)
Die Konkretionen bestehen aus Chalzedon, einer feinstkristallinen Mineralvarietät von Quarz.
Das sehr dunkle Erscheinungsbild beruht dabei nicht nur auf Verunreinigungen sondern auch auf der starken Absorption des Lichtes an den zahllosen Feinstkristallen.
Das Material entstammt vorwiegend Skelettnadeln von Kieselschwämmen sowie in geringerem Umfange von Radiolarien (planktonische Einzeller mit Kieselskelett). Durch Stoffwanderungsvorgänge und örtlich begrenzter Ausfällung in der Frühphase der Gesteinswerdung bildeten sich Konkretionen in Form von Platten oder Knollen.

Vorkommen

In den Nördlichen Kalkalpen tritt Hornsteinkalk an verteilten Stellen innerhalb der jurazeitlichen Formationen auf. Häufig in den sogenannten Ammergauer Schichten (Malm, Oberjurazeit).
Harte Kieselkalke mit feinverteiltem Quarz dienten in der Vergangenheit als Rohmaterial der Wetzsteinerzeugung (Z.B. in den Ammergauer Alpen).


Hornsteinkalk

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