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Fleckenmergel und -kalke

Spuren von Würmern durchziehen das Gestein

Beschreibung

Das meist graue bis bräunlichgraue, manchmal gelbliche, kalkige bis mergelige Gestein, ist von runden bis länglichen, dunkleren Flecken durchsetzt.
(Als Mergel wird ein Gestein bezeichnet, das sowohl Kalk als auch Ton enthält)

Alter und Entstehung

Alter: Unterer Jura (Lias) und Mittlerer Jura (Dogger), ca.200 bis 158 Millionen Jahre.
Die jurazeitlichen Fleckenmergel und -kalke, werden auch als Allgäuschichten bezeichnet.
Diese Gesteine sind in relativ tiefen Meeresbeckenbereichen entstanden.
Die den Namen liefernden Flecken, die oft fast wie Tintenflecken aussehen, sind Spuren von Bohrgängen, Wohn- und Fressbauten von Würmern, die im Schlamm des ehemaligen Meeresbodens gewohnt haben. Die dunklen Farben der Gänge gehen auf die Ausscheidungen dieser Lebewesen zurück.
Die Bildungsrate des Gesteins wird bei etwa 20-30 Meter in einer Million Jahre gelegen haben.

Vorkommen

Sie sind, worauf auch der Name "Allgäuschichten" hinweist, im Allgäu weit verbreitet wo sie eine Mächtigkeit von bis zu über 1 Kilometer haben können.
Aber auch in den östlicher gelegenen Abschnitten der Kalkalpen z.B: Umgebung von Linderhof und Leggries sind sie verbreitet.
Die aufgrund ihres Tongehaltes relativ weichen, leicht erodierbaren Gesteine sind gute Grundwasserstauer und bilden fruchtbare Almböden.

Hinweis

Die beschriebenen Fleckenmergel mit Wühlspuren treten überdies auch in der Flyschzone auf. Das ist die schmale, ca. west-östlich ausgerichtete hügelig-bewaldete Vorgebirgszone am Nordrand der Kalkalpen, die aus vorwiegend kreidezeitlichen Tiefseesedimenten aufgebaut ist.


Liasfleckenmergel

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